Hauptartikel
Hier geht es recht ausführlich zu...
Zunächst ist mein persönlicher Werdegang etwas beschrieben, denn auch ich wurde im Glauben an einen dreieinigen Gott erzogen. Es hat eine lange Zeit gedauert, bis ich den Irrtum erkannte, und so kann ich jeden gut verstehen, der an dieser Lehre festhält. Ich will niemanden mit Argumenten erschlagen, sondern möchte dabei helfen, die Wahrheit zu erkennen. Die Wahrheit ist naheliegend und einfach und es gibt in der Frage, wer Gott ist, nur sehr wenige Bibelstellen, die wirklich unklar sind, vor allem auch, wenn man den Kontext mit einbezieht. Die Schwierigkeit besteht vielmehr im Loslassen dessen, was man bisher gewohnt war, auch wenn man es nicht verstanden hat.
Gott will, dass alle Menschen gerettet werden
und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen,
denn einer ist Gott,
und
einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen,
der Mensch Christus Jesus.
(1.Tim 2,4-5).
Unterkategorien
Bibelstellen (BS)
Hier sind sehr viele Bibelstellen zu finden zum gesamten Bereich der Trinitätslehre (TL), sowohl solche Stellen, die als Beleg für die TL angesehen werden, als auch solche, die ihr widersprechen. Die ersten Anfänge dieser Sammlung waren für mich selbst der Ausschlag, die Trinitätslehre als Irrlehre zu erkennen und mich von ihr abzuwenden. Seither wurden die Listen immer und immer wieder ergänzt und überarbeitet, beide Seiten. Mögen sie für die Leser ebenso zur Hilfe werden, damit unser Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Wort gegründet ist.
Der Übersichtlichkeit wegen, sind die Bibelstellen in Gruppen unterteilt. Als Übersetzung habe ich allermeist die "Schlachter 2000" und die "revidierte Elberfelder" verwendet.
Unter BS Auslegungen habe ich begonnen, verschiedene Bibelstellen mit Anmerkungen und Erklärungen zu versehen oder auch ergänzende Stellen anzufügen, denn die Bibel sollte möglichst sich selbst erklären und auslegen.
Beim Betrachten der Stellen sollte immer auch der jeweilige Textzusammenhang, der sog. Kontext, mit berücksichtigt werden, ebenso die Frage: Wer spricht bzw. schreibt und warum bzw. wozu. So dürfte wohl so gut wie jeder der Behauptung zustimmen, dass das, was Gott selbst gesagt hat, wesentlich mehr Gewicht hat als das, was ein Mensch über Gott oder die Dinge der unsichtbaren Welt sagt.
Manche Schreiber der biblischen Bücher haben sehr klar die Absicht ihres Berichts formuliert, so schreibt Johannes z.B., dass er mit seinem Evangelium erreichen will, dass seine Leser glauben, dass Jesus der Gesalbte Gottes und der Sohn Gottes ist, denn in dem Glauben hat man das Leben (Joh 20,31).
Und es sollte aufmerksam in der Bibel gesucht werden, ob es an anderen Stellen einen ähnlichen Sachverhalt gibt, der als Ergänzung und Erklärung dienen kann. So heißt es z.B. von Jesus in Philipper 2, dass er Gott gleich war, woraus irrtümlich gefolgert wird, dass er deshalb Gott sei. Von Joseph heißt es in 1.Mose 44, dass er dem Pharao gleich ist. Aber er ist deshalb niemals der Pharao.
Wenn jemand unter uns seinem Vater oder Bruder gleicht, dann ist die logische Folge hieraus auch völlig klar.
So ist auch die Bibel nicht unlogisch und der Verstand sollte keinesfalls beim Bibellesen abgegeben werden, denn wir sollen Gott mit ganzem Verstand lieben (Mark. 12,30).
BS Auslegung
Einige Anmerkungen und Gedanken zu verschiedenen Bibelstellen mache ich hier öffentlich, die mein derzeitiges Verständnis dieser Stellen versuchen wiederzugeben. Für Korrekturen und Zurechtweisungen bin ich offen und freue mich über ernst gemeinte Zuschriften.
Kurz und Bündig
Hier werden einzelne Themen oder Stichworte aufgegriffen und sehr kurz erklärt, soweit mir das möglich ist. Die Abschnitte sind meist in sich abgeschlossen, sie bauen nur selten aufeinander auf. Deshalb gibt es gelegentlich eine Wiederholung von ähnlichen Aussagen in den verschiedenen Beiträgen.
In irgendeiner Weise haben alle diese Themen mehr oder weniger direkt mit der Trinitätslehre zu tun.
Andere Autoren
Während in den anderen Bereichen nur sehr vereinzelt andere Autoren zu Wort kommen, sind hier ausschließlich solche Beiträge zu finden, die nicht von mir geschrieben wurden. Sie geben nicht in allen Punkten meine Ansicht wieder, doch erachte ich sie für sehr lesenswert, Zudem gehe ich davon aus, dass ich nicht in allen Dingen völlig richtig liege, sondern auch weiterhin hier und dort korrigiert werden muss.
Geschichtliches
Der Schwerpunkt der Entwicklung der Trinitätslehre lag offensichtlich im 4. Jahrhundert n. Chr., auch wenn markante Formulierungen erst im 5. und 6. Jahrhundert hinzukamen.
Am bekanntesten dürfte das Konzil von Nicäa im Jahr 325 n. Chr. sein, unter Kaiser Konstantin. Dabei wurde noch keine Trinitätslehre formuliert, sondern Jesus Christus zum gleichen Gott wie sein Vater erklärt, während der Heilige Geist nur wie beiläufig Erwähnung fand. (Das Bekenntnis von Nicäa)
Erst im Jahr 381 wurde schließlich die Dreieinigkeitslehre als Kern des Christentums und dieses zur alleinigen Staatsreligion im damals herrschenden römischen Reich erklärt. Alle, die diesem Bild von einem "Drei-Götter-Gott" nicht dienen würden, wurden mit dem Tode bedroht ("Das Dreikaiseredikt"). Diese Entwicklung wird hier aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
Danach gab es noch weitere namhafte Konzile, etwa in Ephesus (431) und Chalcedon (450), auf welchen Maria zur Gottesgebärerin erklärt und die "Zwei-Naturen-Lehre" beschlossen wurde.
Mir scheint bei alledem die Beschreibung in Röm 1 zutreffend zu sein:
...weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbart (...) weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde. Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden... (Röm 1,19-22)
Unglaubliches
Es ist immer wieder erstaunlich, dass Gläubige ein Glaubensbekenntnis unterschreiben bzw. einer Lehre zustimmen sollen, welche mit biblischen Worten nicht ausgedrückt werden kann, nämlich der Trinitätslehre.

